 |
Reviews
Metal1.info (www.metal1.info)
Cor Scorpii - Attergangar
Reviewed by Moritz January 2006.
COR SCORPII ist neben VREID eine weitere Band, die sich
aus einem Teil der verbliebenen Mitgliedern WINDIRs formierte. Neben
dem Kopf der Gruppe, Gaute Refsnes (Righ), sind noch Stian Bakketeig
(Strom) und Jørn Holen (Steingrim) von Windir vertreten.
"Attergangar" ist das erste Demo, wenn man so will, und im Gegensatz
zu Vreid setzen Cor Scorpii hier viel eher den alten Windir-Stil
fort. Darauf beschränkt ist der Sechser aus Sogndal aber keinesfalls.
Zwar hört man oft eindeutig die Vergangenheit der Truppe heraus,
Eigenständigkeit ist aber keinesfalls ein Fremdwort. Auch das
schlichte und etwas ungewöhnliche Artwork ist mehr als nur gelungen
und strahlt eine Atmosphäre aus, die perfekt zur Musik passt. Wie
man das eben schon von Windir kannte.
"Fall Of Man" beginnt mit einem noch recht rauhen, aber melodischen
Riff, bald stoßen aber atmosphärische Gitarrenleads, Keyboards und
der wirklich gut produzierte Gesang hinzu. Allgemein ist zu sagen,
dass die Produktion sehr ordentlich und nicht zu poliert ist (Aufgenommen
wurde "Attergangar" übrigens im 1184-Studio, wo auch Vreid ihr Debüt
einspielten). Spätestens beim Einsetzen des klaren Gesangs Gautes in
der Mitte des Stücks und den darauffolgenden Leads nimmt man den
Geist Windirs wahr. Auch der wunderbar melodische, langsame Ausklang
lässt sofort an "Sóknardalr" oder "Arntor" denken. Ich will jetzt
aber nicht zu sehr auf Windir eingehen, denn das hier sind Cor
Scorpii und bisher machen sie ihren Job verdammt gut, nicht als
Windir-Kopie, sondern als eigene und eigenständige Band, was
"Transcendental Journey" nach dem Opener ein weiteres mal beweist.
Schon lange habe ich keinen derartig bewegenden Song mehr gehört.
Hier passt einfach alles zusammen, das Piano, die melodischen
Gitarren, der Gesang und alles andere...Was soll ich sagen? Wahnsinn.
Wer hier noch am Talent und Potential der Gruppe zweifelt, dem sei
nicht verziehen. Der Titelsong beginnt sehr langsam, das Tempo wird
aber schnell erhöht. Was hier wieder an Gitarren- und
Synthesizerarbeit geboten wird, ist erneut beeindruckend. Ebenso
beim abschließenden "Når Enden Er God" ... Die
eingängig-melancholischen Melodien brennen sich in den Verstand und
fesseln den Hörer ohne ihn auch nur für einen Moment loszulassen.
"Attergangar" ist kurzgesagt einfach großartig. Leider ist die
Spielzeit mit 23 Minuten recht kurz, aber es handelt sich um ein
Demo, und für selbiges ist das wohl kaum als Manko zu sehen.
Ansonsten stimmt hier (fast) alles ... Lasst euch diese Scheibe
nicht entgehen, besucht die Homepage (www.corscorpii.net) und
unterstützt diese Band auf ihrem Weg zum verdienten Ruhm ... und
Plattenvertrag! Magisch...
Bewertung: 9/10
Back to reviews
|
 |