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Reviews
Metal Message (www.metalmessage.de)
Cor Scorpii -
Monument
Reviewed by Markus Eck April 2008.
Hin und wieder spült das ganze massenhafte Genre-Treiben im Black
Metal auch einige wertvolle Edelperlen an die Oberfläche. So auch in
diesem Glücksfall für den wissenden Finder: Denn nachdem das immens
talentierte Norwegerkommando um ehemalige Windir-Musiker bereits mit
dem 2005er Tonträgervorgänger „Attergangar” bei mir für anhaltende
Furore sorgten, erquicken diese Spitzenkönner mich jetzt mit dem
vorliegenden Hammeralbum „Monument“.
Allerfeinster Uptempo Melodic-Schwarzstahl
erz-skandinavischer Klanganmut aus Sogndal also mal wieder, wie ihn
wohl nur die Menschen aus diesem geographischen Fleck der Weltkugel
letztlich so gekonnt vollendet hinkriegen. Der Plattentitel an sich
hätte besser wohl auch nicht gewählt werden können, denn genau ein
solches Monument ist die Scheibe. In all ihrer
feierlich-majestätischen, packend dramatischen und wahrlich
verschwenderisch schönen Erscheinung kann sie mich derart
orgiastisch beglücken, dass die graue Gegenwart zur irrelevanten
Nichtigkeit verkommt. Fabelhaft! War für ein dunkel-festliches
Hörerlebnis es doch ist: Das atemberaubend fingerfertige
Elite-Sextett inszeniert seine hochmelodischen Intensivlieder hier
wieder mit haufenweise bestechend blitzsauber gespielten und
gigantisch dramaturgischen Passagen voller prachtvoller Rasanzen.
Sich all die mitreißend oberfrenetischen Gitarrenduelle zwischen den
beiden begnadeten Außensaitern Stian Bakketeig, Lead-Gitarre, und
Rune Sjøthun an seiner Rythmus-Axt anzuhören, verleiht einem das
herrschaftlich-adlige Erlebens-Ambiente von vollkommen authentisch
gefühlter Zeitlosigkeit. Dazu kreieren die beiden hörbar geübten
Top-Vokalisten Thomas S. Øvstedal und Gaute Refsnes in aller
schlüssigen Erscheinung wohl einzigartige Gesangsleistungen –
Meister Øvstedal kreischt seine wütenden Äußerungs-Gelüste dabei in
die Ewigkeit wie ein junger kriegerischer Fjord-Gott, während
Tastenmann Refsnes seine beschwörenden Oden mit verlockend klaren
Signifikanzen erschallen lässt – eine umwerfende Mischung, sage ich!
Prima, dass Cor Scorpii-Kesselwart Ole Nordsve seine himmelhoch
hinauf perlenden Takt-Fontänen dazu mit solcherlei gleichfalls
rigiden wie erforderlich einfühlsamen Kraftakten nach oben ballert.
Und das alles offerieren die Urheber von „Monument“ mit traumhaft
sehnsüchtigen und vor Melodramatik strotzenden Nordmelodiken von
tiefepischer und leicht Gänsehaut erzeugender Anmut. Fesselnd auf
ganzer Linie!
10/10
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